Kristallklares, türkisblaues Meer, die warme, strahlende Sonne und eine reiche Vegetation in sämtlichen Grüntönen – das ist
Mitteldalmatien.
Doch manchmal lohnt es sich, etwas näher hinzuschauen. Zwischen
Trogir und Solin, geschützt durch
die Insel Ciovo und die Halbinsel von Split, befinden sich
7 Perlen aus Stein – die „Kasteli”.
Die natürliche Grenze im Inland bilden das Massiv Mosor, die Berge Kozjak und Opora. Ein 20km langer Küstenabschnitt lässt das Land ins Meer verlaufen.
Schon
früh wurde diese Region besiedelt, nämlich von den Neandertalern, was Überreste in der Höhle Mujina Pecina beweisen. Durch die
Griechen und die Römer entwickelt sich hier Zivilisation und Wirtschaft.
Kurz nachdem Venedig im Jahre 1420 Dalmatien erobert hat, greifen
die Türken an und
es werden etwa 20 Kastelle erbaut, um die Bevölkerung und das fruchtbare Land zu schützen. Um diese herum entstehen
7 miteinander verbundene Siedlungen, die wir heute als die Kasteli kennen – unverkennbare gemeinsame Merkmale sind die antiken Villen, Schutzmauern, kleine alte Kirchen und Burgen. Doch jeder einzelne dieser Orte hat seine Besonderheiten und Manifeste.
Kastel Stafilic, bei Trogir, ist
bekannt durch die nie vollendete Bastion Nehaj, die mit ihrer seltsam anmutenden Erscheinung bei Flut aus dem Meer ragt und Künstler, Historiker und Touristen gleichermaßen anzieht. Außerdem ziert diesen Ort ein Naturdenkmal:
„Mastrinka“, ein 1500 Jahre alter Olivenbaum, der die turbulente Geschichte der Stadt bis heute überlebt hat.
In
Kastel Novi sollten Sie den
Biblischen Garten mit seiner
kleinen Kirche „Hl. Mutter des Stomorje“ besuchen. Der fruchtbare Boden und fürsorgliche Naturliebhaber sorgen dafür, dass Oliven, Feigen, Weinreben, Lorbeer, Akazie, Duft- und Gewürzpflanzen gut gedeihen. Weinkenner werden im Kastelaner Crljenak den
weltweit bekannten Zinfandel wiedererkennen - und genießen.
Kastel Stari glänzt durch
die Festung Cipico, die einst der Gutsherr, Schriftsteller, Humanist und Heerführer
Koriolan Cipiko als Palast mitsamt Hauptplatz auf einem Felsen im Meer erbaute – mit dem Festland nur durch einen Flächensteg verbunden. Die Stadt ist bei Familien, Wanderern und Bergsteigern beliebt, da es als
Ausgangspunkt für Bergwanderungen am Fuße des Kozjak ideal gelegen ist.
Kastel Luksic ist
der kulturelle Mittelpunkt der Stadt. Hier finden
Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Festivals statt, unter anderem das Festival der Liebe „Dani Miljenka i Dobrile“. Die Legende erzählt die Geschichte zweier Liebender – Miljenko und Dobrila - einer Liebe, die trotz Hochzeit tragisch endete.
Sehenswert ist vor allem das
wiederhergestellte Schloss Vitturi mit dem
Museum der Stadt Kastela. Der Park Vitturi wurde zum „Architekturdenkmal“ ernannt - zu recht, wie Sie feststellen werden. Auch der Besuch des durch Schüler und Lehrer erbauten und mehrfach ausgezeichneten Botnischen Gartens der Grundschule „Ostrog“ ist ein Muss, wenn Sie sich in Kastel Luksic aufhalten.
In
Kastel Kambelovac – benannt nach den adeligen
Gebrüdern Jerolim und Nikola Cambi, die hier
mehrere Festungen bauen ließen - , wurde nach dem zweiten Weltkrieg
die erste Balettschule in Dalmatien gegründet. Heute befindet sich hier eine Musikschule. Eine besondere Art der Musik förderte auch den Bekanntheitsgrad der Stadt, denn aus Kastel Kambelovac stammt die
Klapa Cambi, die erfolgreichste und bekannteste a Capella Gruppe Dalmatiens, wenn nicht sogar Kroatiens.
Kastel Gomilica hieß
ursprünglich Kastel Opatica, da die Siedlung
von den Schwestern („opatice") des Benediktinerinnenordens Split errichtet wurde. Das Inselchen Gomile, auf dem die Festung erbaut wurde, gibt ihm seinen heutigen Namen. Hier wurden Szenen der vierten Staffel von
Game of Thrones gedreht. Sind Sie Fan der Serie, so ist ein kurzer Besuch unumgänglich!
Kastel Sucurac liegt Split am nächsten. Durch seinen Ruf, eine Industrievorstadt zu sein, wird er
kulturell oft unterschätzt, wird seine Besucher aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Es hat
die am besten erhaltene Altstadt von Kastela. Der Bischofspalast mit seinen gotischen Fenstern beherbergt ein
kleines Museum und der Glockenturm der alten Pfarrkirche ist der einzige Überrest des verheerenden Bombenangriffs der Alliierten von 1943. Von Kastel Sucurac aus gelangen Sie über
Wanderwege zum Joch Vrata am Rücken des Kozjak Gebirges.
Falls Sie eine unserer Villen in Dalmatien gebucht haben, dann wären die 7 Kasteli mit all Ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten eine ausgezeichnete Art und Weise, die typischen Merkmale der Region kennenzulernen und dabei dem in Split und Trogir vorherrschenden Touristengewimmel auszuweichen - Sightseeing auf die ruhige Art. Genießen Sie es!
Daniela Vuleta
12.02.2021